Kostenloser Versand & Rückversand
30 Tage Rückgaberecht
Kauf auf Rechnung
Kostenlose Hotline
Vorschläge zu "{{searchField}}"
Passende Artikel
{{item.name}} | Seidensticker
{{item.name}} {{number_format(item.attributes.ArticlePrice)}}

Die Geschichte der Schwarzen Rose

Erzählt von Gerd Seidensticker

Schwarze Rose Historie 1969 Erstfassung Bild Beitag 2Seidensticker ist ein Traditionsunternehmen, welches seit seiner Gründung im Jahr 1919 in Familienhand ist. Darauf sind wir sehr stolz, denn es zeugt von einem ausgeprägten Familiensinn und einem Zusammegehörigkeitsgefühl.

Vor einigen Jahren hat Gerd Seidensticker die Geschichte der Schwarze Rose für uns ins Worte gefasst. Diese möchten wir ihnen nicht vorenthalten:

„Wer mit täppischer Hand nach einer Rose greift, darf sich nicht beklagen, daß ihn die Dornen verletzen.“

Heinrich Heine im „Rabbi von Bacharach“

Häufig waren Rosen Überbringer heimlicher Botschaften. Ein Mann, der zu jenem Kreativteam gehörte, das in den 60er Jahren die erste schwarze Rose auf ein Hemd brachte, wusste davon. Sein Geheimnis blieb lange bewahrt, wahrscheinlich, weil er, bald nachdem es ihm offenbart wurde, das Team verließ.

Damals wurden die langen Autofahrten nach Spanien populär. Auf einer solchen Reise stoppte unser Freund in Séte am Golf von Lyon. Der kleine Hafen und der Ort gefielen ihm. Er übernachtete in einem der hübschen alten Hotels, die es dort gab. Bei einem Bummel elektrisierte ihn eine Nachricht, die er im Aushang des örtlichen Tageblattes laß. Bei Aufräumungsarbeiten vor einem Umbau hatte man auf einem Speicher neben einem alten Schwert und einem Paar Sporen ein Kästchen gefunden. In ihm lag eine sorgsam verpackte Rose. Sie war fast schwarz. Zu ihr gehörte ein Manuskript in mittelalterlichem Latein geschrieben. Der Inhalt hätte nicht interessanter sein können.

Der Träger des Schwertes, ein Bertrand de Châteaurenard war mit einer Schar von Kreuzrittern um das Jahr 1290 bis nach Damaskus gekommen. Dort versuchte man, sich von den Strapazen zu erholen und sich gegen die ständigen Angriffe der Sarazenen neu zu rüsten. Bertrand de Châteaurenard zeigte sich an allem interessiert, was die märchenhafte Stadt am Fuße des Osthanges des Anti-Libanon zu bieten hatte. So erfuhr er von einem arabischen Kaufmann, Ibu el Athir, dem es gelungen sei, schwarze Rosen zu züchten. Bertrand verstand es, diesen Kaufmann, einen klugen und weisen Mann, kennenzulernen und ihn zu bitten, die geheimnisvollen Rosen sehen zu dürfen. Man erzählte sich, daß dem, der eine solche Rose besäße, das Glück hold sei und bliebe. Am 22. Mai 1290 wechselte jene Rose, die jetzt verdörrt, aber als schwarze Rose noch gut erkennbar in Séte lag, ihren Besitzer. Mit Ehrfurcht schnitt Ibu al Athir sie für seinen jungen Freund ab. Man saß noch lange zusammen, um sich über deren Geheimnis zu unterhalten.Deidensticker Tradition

Die Prophezeiung, schwarze Rosen brächten ihren Besitzern Glück, erfüllte sich nur zu schnell. Zur gleichen Stunde, als Bertrand de Châteaurenard im Garten von Ibu el Athir weilte, wurde die Schar der Kreuzritter von Sarazenen überfallen und getötet. Auf abenteuerliche Weise und mit Hilfe seines arabischen Freundes gelang es unserem Ritter, sich nach über zwei Jahren in das Abendland durchzuschlagen. – Eine schwarze Rose hatte ihn gerettet.

So wie der Apostel Paulus vor Damaskus eine Vision gehabt hat und seither der Spruch gilt: „Sein Damaskus erleben“ hat auch Bertrand de Châteaurenard sein Damaskus erlebt. Die Vision war einfach. Sie zielte darauf, die schwarze Rose sehen zu wollen. Sollte es sich lohnen, an ihre Kraft zu glauben?

Gerd Seidensticker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.